Augustusplatz, Leipzig. Eine Menschentraube drängt Richtung Innenstadt. Mitten unter ihnen eine Mutter mit ihren Töchtern, geflohen aus Aleppo, alles hinter sich lassend. Die Szene wechselt. Deutschunterricht. Ein Journalist bemüht sich die deutsche Sprache zu lernen. Frau und Kinder konnte er mitnehmen, Mutter, Vater und Bruder mussten bleiben. In Aleppo. Ferne Heimat, zerrissen durch den syrischen Bürgerkrieg, und doch so nah. Was vergessen ward, drängt in die Erinnerung zurück, zwingt sich auf. Angst frisst Hoffnung. Wir lachen sie aus. Versuchen es!

In einer Collage von szenischen Bildern erzählt das freie Ensemble syrischer Flüchtlinge, das sich 2014 in Leipzig zusammenfand, von ihrem eigenen Zwiespalt zwischen Heimat und Fremde, zwischen der Flucht nach vorn und dem Blick zurück, zwischen Exil und Verantwortung. Aus biographischen Bruchstücken und einigen musikalischen Elementen ist dabei auch ein kleines Stück politisch-dokumentarisches Theater erwachsen. In 60 Minuten ohne Pause, Welturaufführung. You are welcome!

Zwischen Exil und Verantwortung #04
Zwischen Exil und Verantwortung #05
Zwischen Exil und Verantwortung #10
Zwischen Exil und Verantwortung #11
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